Foto v.l.n.r.: Thorsten Klute, Rachel Hasler und Stefan Schneidt

„Rückenwind für die Landtagswahl in NRW am 15. Mai“ – Pressegespräch der SPD-Landtagskandidaten im Kreis Gütersloh

Die gewonnene Bundestagswahl stimmt die heimischen Sozialdemokraten auch für die am 15. Mai anstehende Landtagswahl in NRW zuversichtlich. Daraus machte der Vorsitzende des SPD-Kreisverbands, Thorsten Klute aus Versmold, gemeinsam mit den beiden anderen Kandidaten, Rachel Hasler (Verl) und Stefan Schneidt (Gütersloh) beim Pressegespräch zum Wahlkampfauftakt keinen Hehl.

 

Thorsten Klute tritt für den Wahlkreis 94 an, der neben dem Nordkreis auch die zwei Bielefelder Stadtbezirke Dornberg und Jöllenbeck umfasst. Sein Vorgänger Georg Fortmeier gewann hier bei der Wahl 2017 mit 37,7 Prozent. „Es ist auch mein Anspruch, hier das Direktmandat zu holen.“

Thorsten Klute formuliert seine Themenschwerpunkte in den Bereichen Soziales und Kommunales. Er kritisiert, dass die CDU und FDP 2008 die LEG privatisiert haben und setzt sich für die Auflage eines Wohnungsbauprogramms ein. Auch Pflege müsste wieder bezahlbar sein. Er betont zudem: „Wir haben vor allem mit Thomas Kutschaty auch einen starken Spitzenkandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten, einen Kandidaten, der auf die Menschen zugehen kann.“

 

Ähnlich formuliert es Stefan Schneidt, der für den Wahlkreis 95 (Gütersloh, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz) antritt. „Ich denke, das beste politische Angebot für meinen Wahlkreis zu haben und kämpfe für das Direktmandat.“ Der durch „Fridays for Future“ bekannt gewordene 21-Jährige betont, dass nicht nur Klima und Umwelt ein Betätigungsfeld im Falle seiner Wahl sein werden. Auch der soziale Aspekt müsse beachtet werden. Zudem liege ihm die Bildungspolitik am Herzen, darunter die Berufsschulen im Kreis, die zurzeit unter einem erheblichen Lehrkräftemangel leiden.

 

Rachel Hasler tritt im Wahlkreis 96 (Langenberg, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Schloß Holte-Stukenbrock und Verl) an. Die 23-Jährige hat bereits einige kommunalpolitische Erfahrung. Sie ist seit gut einem Jahr Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion in Verl. Die Politikstudentin wünscht sich mehr Zuverlässigkeit in der Bildungspolitik des Landes. So kritisiert sie die Landesregierung dafür, im November die Maskenpflicht in Schulen abgeschafft zu haben, „ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Inzidenzen wieder hoch gingen“. Der Gesundheitsbereich ist weiteres Themenfeld. „Ich halte die Schließung von Krankenhäusern für den falschen Weg.“ Sie plädiert für eine ortsnahe Versorgung, und das gelte auch für die Hausärzte, die gerade im ländlichen Bereich fehlten.

 

„Wir als Kandidaten im Kreis Gütersloh sind überzeugt, dass die SPD wieder stärkste Kraft in NRW werden kann. Mit den Grünen gibt es thematisch gegenwärtig die größten Überschneidungen, aber auch die Ampel in Berlin zeigt, dass man eine zeitgemäße Politik machen kann“, so Thorsten Klute abschließend.