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Pressespiegel:

26. Januar 2012

Dringlichkeit der B 64 neu angemahnt

Glocke, 26.01.2012

Herzebrock-Clarholz (gl) - Insbesondere zahlreiche Unternehmen sorgen dafür, dass Ostwestfalen-Lippe eine der wirtschaftlich stärksten Regionen NRWs ist. Davon überzeugte sich Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes.

Eine seiner Stationen war die Firma Craemer. Teilnehmer dieses Informationsbesuchs waren Siegbert Geldner, Geschäftsführer Produktion und Technik, der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Fortmeier, Bürgermeister Jürgen Lohmann (CDU) und Albrecht Pförtner, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Gütersloh.

Autositzschale ist ein Schwerpunkt

Unternehmenschef Dr. Achim Brandenburg stellte zunächst die Craemer-Gruppe vor, die insgesamt 600 Beschäftigte hat, in 2011 eine Gesamtleistung von 175 Millionen Euro erzielte und für dieses Jahr 180 Millionen Euro anpeilt. „Nur wenige wissen, dass wir heute als Automobilzulieferer einer der größten Teilehersteller in Europa sind“, erklärte Brandenburg. „Die Autositzschale ist ein besonderer Schwerpunkt.“ Ein weiterer wesentlicher Bereich des Unternehmens sei die Produktion von Paletten und Abfallgefäßen aus Kunststoff.

Craemer bildet für eigenen Bedarf aus

Bei ihren Aktivitäten ist die Geschäftsführung besonders stolz auf ihren Werkzeugbau und die Ausbildungswerkstatt, aus der die hochqualifizierten Nachwuchskräfte rekrutiert würden. Außer dem Stammwerk in Herzebrock hat das Unternehmen noch ein Metallwerk in der Slowakei und ein Kunststoffspritzgießwerk in England.

Bürgermeister macht Druck in Sachen B 64n

Bürgermeister Jürgen Lohmann nutzte den Besuch des Staatssekretärs, um mit Nachdruck auf die Fortführung der Planungen zur B 64 neu hinzuweisen. Sie sei nicht zuletzt für die Verbindung der Wirtschaftszentren zwischen Münster und Bielefeld von enormer Bedeutung. Er appellierte an den Staatssekretär, sich dafür einzusetzen, dass die Straße bis zur formalen Planfeststellung weiter geplant werde, um den Bau bei einer wieder verbesserten Finanzlage ohne Verzögerung beginnen zu können.

„Klare Kriterien für Prioritäten entwickeln“

Diesen Punkt griff Dr. Horzetzky auf und wies darauf hin, dass „alle Straßenprojekte für sich vernünftig seien, aber bei überschaubaren Finanzmitteln nicht vollständig verwirklicht werden könnten“. Wichtig sei es deshalb, klare Kriterien für die Prioritäten zu entwickeln, die dann auch von den Kommunen nachvollzogen werden können.

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